Stolpersteine in Kirchhain - Steine gegen das Vergessen - Verlegung am 3. Juni

 

Seit dem Jahr 2015 werden in Kirchhain Stolpersteine im Gedenken an die jüdischen Kirchhainerinnen und Kirchhainer verlegt. Mit den Verlegungen soll derer erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus gelitten haben, in die Flucht getrieben oder aber ermordet wurden.

Rund 80 Bürgerinnen und Bürger sind dem Aufruf der Stadt Kirchhain, des Heimat- und Geschichtsvereins Kirchhain und der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain gefolgt und haben am vergangenen Samstag in der Fußgängerzone anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust der Millionen Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Auch in diesem Jahr fand der Schweigemarsch zum Pogromgedenken vom Jüdischen Friedhof zur Synagoge statt. Die Veranstalter konnten rund 200 Besucherinnen und Besucher verzeichnen.
Zunächst führte die Lichterprozession zur ehemaligen Synagoge, an der Pfarrer Rainer Wilhelm, Bürgermeister Olaf Hausmann und Kerstin Ebert als Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Kirchhain zum Gedenken der Opfer einen Kranz niederlegten.

Der neue Jahreskalender des Heimat- und Geschichtsvereins Kirchhain e.V. ist da. Historische Bilder Kirchhainer Gaststätten und Kneipen stehen im Mittelpunkt des Kalenders.

Die Verantwortlichen haben sich aber auch was Neues ausgedacht: Auf jedem Kalenderblatt ist neben einer historischen Ansicht eine kleine Werbeanzeige der Gastbetriebe sowie eine kurze Beschreibung abgedruckt.

Unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit fand am vergangenen Montag die siebte Stolpersteinverlegung statt.