Stolpersteine in Kirchhain – Steine gegen das Vergessen

Interaktive Karte zum Novemberpogrom 1938 in Kirchhain

Am frühen Abend des 8. November 1938 zogen der Kirchhainer SS-Obersturmführer Ernst Teichmann, sein Bruder Otto Teichmann als örtlicher SS-Führer sowie ihm unterstellte SS-Männer, ausgehend von der Wirtschaft „Biertunnel“ am Bahnhof, durch Kirchhain. 
Sie wollten wegen des Attentats auf den deutschen Botschaftsmitarbeiter Ernst vom Rath die beiden Kirchhainer Juden Julius Plaut und Adolf Wertheim zusammenschlagen. 
In den folgenden Stunden wurde daraus eines der schwersten Pogrome in ganz Hessen. Bald schlossen sich ihnen Jugendliche der HJ an. An der Schändung der Synagoge und der Plünderung mehrerer jüdischer Häuser waren dann große Menschengruppen aus Kirchhain und Umgebung beteiligt.
Anhand der von Schülerinnen und Schülern der AWS erstellten Karte, die auch O-Töne von Zeitzeugen integriert, können die Ereignisse dieser Nacht und ihre Folgen interaktiv erschlossen werden.
Klicken Sie hier https://view.genial.ly/651fcf786b394d001132fa89

Seit über zwei Jahrzehnten setzt Gunter Demnig zum Gedenken an Opfer des Nazi-Terrors Steine gegen das Vergessen.

Flyer zur Verlegung am 03.06.2024

Flyer zur Verlegung am 27.03.2023

Flyer zur Verlegung am 08.12.2021

Flyer zur Verlegung am 21.09.2019

Flyer zur Verlegung am 28.05.2018

Flyer zur Verlegung am 18.05.2017

Flyer zur Verlegung am 05.11.2016

Flyer zur Verlegung am 05.10.2015

Rede von Bürgermeister Olaf Hausmann zur zweiten Verlegung der Stolpersteine in Kirchhain

Bericht der Oberhessischen Presse zur zweiten Verlegung der Stolpersteine in Kirchhain

Julius Plaut

Adolf Plaut

Meier Wertheim


Erste Verlegung der Stolpersteine fand am 05.10.2015 statt - weitere Infos

Was sind Stolpersteine? Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, die in den öffentlichen Bereich (meistens in den Bürgersteig) vor dem letzten frei gewählten Wohnort unserer jüdischen Bürger eingelassen werden. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf die deportierten, ermordeten und vertriebenen jüdischen Mitbürger. Die Stolpersteine sind Mahnungen gegen das Vergessen. Hass, Gewalt und Ausgrenzungen sind auch in unserer gegenwärtigen Gesellschaft ein Thema. „Setzen wir mit unser Aktion ein Zeichen für Toleranz und Mitmenschlichkeit“, so die Vorsitzende Kerstin Inzwischen liegen Stolpersteine in über 1.000 Orten Deutschlands (z.B. in Marburg, Amöneburg, Alsfeld, Treysa und Frankenberg).

Träger des Projekts in Kirchhain ist ein Arbeitskreis. Darin sind Vertreter/innen der Fraktionen des Stadtparlaments, des Heimat- und Geschichtsvereins, des Arbeitskreises Ökumene, der Stadtverwaltung Kirchhain sowie Schüler/innen und Lehrer/innen der Alfred-Wegener-Schule zusammengeschlossen.

Eine Informationsveranstaltung mit ausführlichen Ausführungen zu dem Thema sowie szenische Darstellungen durch die Schülerinnen und Schüler der Alfred-Wegener-Schule fand am Freitag, dem 23. Januar 2015 im Bürgerhaus Kirchhain statt.
Viele Bürgerinnen und Bürger hatten sich eingefunden, um sich über die Initiative zu informieren.

Wer das Projekt finanziell unterstützten möchte, kann dies durch eine Spende tun:
Spendenkonto „Stolpersteine“ (Heimat- und Geschichtsverein Kirchhain e.V., Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Kto-Nr. DE38 5335 0000 0055 018170

Fotos zur Erstverlegung am 05.10.2015

Flyer zur Erstverlegung am 05.10.2015 “Infos über die Familien Hugo Strauß, Adolf Wertheim und Meier Wertheim”

Flyer mit weiteren Infos "Stolpersteine in Kirchhain – Steine gegen das Vergessen"

Familie Strauß

Familie Wertheim