Jedes Jahr werden in Kirchhain Stolpersteine verlegt, die an Bürgerinnen und Bürger Kirchhains erinnern, die während des NS-Regimes verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden.
Die Verlegungen erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kirchhain, dem Heimat- und Geschichtsverein sowie der Alfred-Wegener-Schule.
Insgesamt wurden in den letzten Jahren 116 Steine verlegt, die natürlich auch gepflegt werden müssen.

In einem Schulprojekt haben die Lehrerinnen Barbara Sonnenberger und Paula Trzaskalik ein „Putzprojekt“ gestartet und für die Stolpersteine Patinnen und Paten gefunden – darunter vor allem Schülerinnen und Schüler – die sich nun regelmäßig um die Reinigung und Pflege der Steine kümmern.

Würdigung zum Schuljahresende

Zum Schuljahresende wurden den Patinnen und Paten als Dankeschön für ihren Einsatz Urkunden verliehen. Mit dabei bei der Urkundenverleihung waren auch Schulleiter Matthias Bosse und die Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Kirchhain Kerstin Ebert, die – genauso wie Bürgermeister Olaf Hausmann – die Urkunden unterzeichnet hatten und mit der Überreichung ihren Dank für das tolle Engagement zum Ausdruck bringen wollten.

„Wenn junge Menschen Verantwortung für die Erinnerung übernehmen, wird Geschichte nicht nur bewahrt – sie wird lebendig. Das Engagement der Schülerinnen und Schüler als Putzpaten zeigt, dass Mitgefühl, Wachsamkeit und Zivilcourage auch heute ihren Platz haben“, so die gemeinsame Aussage von Bosse, Ebert und Hausmann.